Verkabelt

"Technikkultur"

27. April 2015

Flatschers Bistrot

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Letztens war ich mit guten Freunden im Flatschers Bistrot (in Wien). Nach dem doch recht ansehnlichen Erfolg des “Stammlokals” in der Kaiserstraße eröffnete der Besitzer ca. 200Meter weiter ein zweites (kleineres) Lokal. Nachdem wir alle bereits mehrmals im Hause Flatschers zu Gange waren, wollten wir nun das neue Bistrot ausprobieren. Tischreservierung ist sehr essentiell in beiden Lokalen und durchaus eine wichtige Sache, wenn man einen guten Platz bekommen möchte.

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Wir hatten für vier Leute reserviert, kamen jedoch nur zu dritt, nachdem jemand aus der Gruppe verhindert war. Das “französische” Lokal wirkt auf den ersten Blick wie eine sehr geräumige Bar. Beim Reingehen steht man direkt an einer großen Theke hinter der sich eine Art “Bücherregal” mit Getränken befindet. Eine kleine Leiter zum Erreichen dieser Getränke rundet das Bild ab. Der Platz, welcher uns zugewiesen wurde, war für drei Personen gerade so akzeptabel, unsere ursprüngliche Idee zu viert anzukommen, wäre hier bezüglich der Tischsituation spannend geworden. Die Kellner wirken sehr engagiert, jedoch zu “kumpelartig” was ich nicht wirklich ausstehen kann. Meine Freunde hatte ich mit, da muss man mir nicht das Gefühl vermitteln ein weiterer würde mir das Essen servieren. Dennoch eine sehr ordentliche Bedienung, jedoch bei vollem Lokal oftmals ein wenig überfordert (1-2 Kellner mehr würden hier sicher nicht schaden). Als Vorspeise hatten wir die “Flatschers Vorspeisen Variation (für 4 Personen)“, bestehend aus gegrillten Jakobsmuscheln – Garnelen vom Lavasteingrill und Beef Tartare.

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Für 4 Personen eine überschaubare, aber nicht zu kleine Portion. Qualität und Geschmack wie gewohnt hervorragend. Danach entschieden wir uns alle drei für das “Entrecôte” (Rib Eye Steak), obwohl wir auch alle mit dem “La mer et la terre” (Steak + Meeresfrüchte) liebäugelten. Das Steak war wie gewünscht (Medium) perfekt gebraten und ich hatte zwei Saucen (große Empfehlung BBQ) sowie hausgemachte Pommes dazu.

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Ein sehr rundes und zartes Hauptgericht. Bezüglich Getränke hatten wir zu den Hauptspeisen ein Augustiner Helles und zwischendurch einen GinTonic. Ein, zwei Worte dazu. Das Bistrot bemüht sich darum eine formidable Ginkarte anzubieten. Dies gelingt ihnen auch, jedoch die Preisgestaltung lässt ein wenig Rätsel über. Jeder Gin + Tonic (hier gibt es auch eine größere Auswahl) kostet 9,50€. Egal ob man nun den obligatorischen Gordens Gin oder einen Monkey47 bestellt.Vorsicht bzw. gute Auswahl sind hier gefragt. Eine Einteilung in Preiskategoriern 4€/7,50€/9,50€ für die verschiedenen Gins wäre hier sicherlich ein besserer Weg. Ich genoss einen Elephant Gin mit Fever Tree Tonic.  Sehr rund und der Eigengeschmack fügt sich wohlig ins Gesamtbild ein. Die Nachspeise nahmen wir wieder in der Variation (mit dem klingenden Namen Dessert-Étagère). Schokoküchlein, Apfelküchlein und Eclair (mit Schoko). So konnten wir uns gut durchprobieren.

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Insgesamt ein sehr gelungener Abend und ein nettes Lokal um, so wie in unserem Fall, mehrere Stunden gemütlich zusammenzusitzen und über Gott und die Welt zu sinnieren. Nebenbei gibt es hevorragendes Essen und ein wenig Frankreich im 7.Wiener Gemeindebezirk.

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23. April 2015

Watch Faces

John Gruber verbloggte letztens seine Gedanken zum Thema “Custom (Apple) Watch Faces” und ob es zu deren baldigen Umsetzung kommen wird. So viel bleibt festzuhalten…die WWDC wird heuer spannend wie immer.

I don’t expect Apple to open up watch faces to arbitrary designs, even when the full Apple Watch SDK ships later this year. If they do allow third-party faces, I think it’ll be through design partners hand-selected by Apple. (The Mickey face is arguably an example of this already.) The idea of fully-customizable watch faces is right in the sweet spot between the differing philosophies of Google (anything goes) and Apple (tightly controlled). Apple Watch currently offers 10 different faces, and most of those faces offer a lot of customization regarding which complications are visible, and the tint colors. It’s a lot of fun to play with, but here’s the thing: there is no way to set up a watch face that is ugly, or that doesn’t look very Apple-Watch-y. Even the Mickey face looks like an Apple Watch Mickey face, because of the San Francisco font on the hour markers and the complications. That is by design, and I don’t see that changing.

Daring Fireball

20. April 2015

Le Burger

Im Wiener Donauzentrum hat vor kurzem ein neuer Burgerladen – namens “Le Burger” aufgemacht. In Wien gibt es davon doch recht viele und so mancher versucht sich auch daran, diese durchzuprobieren. Das Lokal erinnert in seiner Aufmachung stark an das Jim Block in Hamburg. Selbstbedienung, Schauküche und überschaubare Karte. Anders wie in anderen Burgerlokalen gibt es bei Le Burger keine fixen Burgerzusammensetzungen oder Menüs. Fleisch, Zutaten, Beilagen und Getränke werden von einem selbst bestimmt. Zur Auswahl gibt es im Bereich Fleisch: Rinderfleisch (in versch. Varianten) od. Veggie “Patty”. Die Zutaten decken eine große Bandbreite an Gemüse ab und als Beilage gibt es entweder Pommes (hausgemacht) oder keine Pommes.

Meine Zusammensetzung war folgende:

Double Cheesburger/ Jalapenos – Zwiebel – Spiegelei – BBQ Sauce/ Pommes / Getränk

Was ich mir ungefähr zehn Minuten später bei der Theke abholen durfte, war einer der besten Burger, die ich jemals gegessen habe. Saftig, herzhaft, voller Geschmack und nicht zu überladen.

Getränke kann man sich nach belieben nachfüllen und Saucen werden auch zur freien Entnahme an den Tischen angeboten. Falls man sich also nicht vorher schon entscheiden will, kann man Saucen auch nachträglich hinzufügen.Insgesamt ein sehr gelungener Besuch, der mehr zufällig als geplant war. Le Burger ist nicht nur “für den schnellen Hunger” sondern man bekommt dort echt vernünftige Hamburger, um nicht das Wort großartig zu strapazieren.

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17. April 2015

Check in

Bild von Junkyardsam.com

Bild von Junkyardsam.com

 

Foursquare hat sich im Mai 2014 von Check Ins weitestgehend verabschiedet. Da stellt sich die Frage ob es einfach ein fataler Fehltritt war oder man “nur” dem Trend der Zeit folgte. Das Einchecken an Locations scheint mittlerweile extrem überholt. Eine App, die nur Check Ins kann? Ne…

Facebook und Instagram haben meiner Meinung nach schleichend die Rolle von solchen Check In Diensten wie Gowalla (sic!), welches ironischer Weise mittlerweile auch zum Facebook Universum gehört, sowie Foursquare übernommen. Diese Apps gehören in eine Zeit, wo “single-purpose” Programme der heiße Schrei am Technikhimmel waren. Location Daten wurden geschickt in Facebook (Posts) und Instagram Snapshots eingebaut. Das reichte anscheinend.

Dass es trotzdem noch immer einen Markt für diese Check In Dienste gibt, ist denke ich unbestritten. Ich selbst war begeisterter Foursquare Nutzer, bis zum bitteren Ende. Swarm konnte mich nie überzeugen. Dabei ginge es nicht um eine Enttäuschung, sondern ich konnte mich nie mit der iOS Umsetzung von Swarm anfreunden. Leider…

Es wird sich zeigen ob sich nochmals jemals “traut” ein solches Service aus den Federn zu holen, im Angesicht von lukrativen Übernahmen ist es aber vermutlich nur eine Frage der Zeit bis das unvermeidliche passieren würde.

15. April 2015

Vorgeschmack

Seit vergangenem Freitag kann man die Apple Watch in einigen ausgewählten Ländern (Österreich gehört wie immer nicht dazu) vorbestellen und in den Stores bewundern. Wir haben den wunderbaren @jonicious in Hamburg auf eine kleine Entdeckungsreise geschickt.

The Apple Watch is one of the most ambitious products I’ve ever seen; it wants to do and change so much about how we interact with technology. But that ambition robs it of focus.

Nilay Patel (The Verge) 

12. April 2015

Das Campus

Architektur beeindruckt, verändert, begeistert oder verstößt so manchen. Die neuen Gebäude der Wirtschaftsuniversität (kurz WU) in Wien verbinden vermutlich all diese Eigenschaften. Vor einigen Wochen war ich zum Mittagessen im Restaurant “das Campus“, am neuen WU Gelände verabredet. Da ich noch ein wenig Zeit hatte nutze ich eine der “Lernlounges” um mich mit nicht so ganz wirtschaftlichen Themen zu beschäftigen. Nicht mein erster Besuch im neuen Herzstück der VWLer und BWLer, aber dennoch immer wieder recht beeindruckend. Solch einen Komplex nun auch noch für andere Unis errichten (bsp. TUMedUni und Fakultäten der UniWien) und der “Standort Wien” könnte sich noch mehr zu einer internationalen Studentenstadt mausern. Aber ich schweife ab.

Auf Grund der anstehenden Prüfungswoche(n) auf der WU war es zu Mittag doch ein echter K(r)ampf im “das Campus” einen Platz zu bekommen. Uns wurde nach kurzer Wartezeit ein Tisch zugeteilt, der zwar reserviert war, dessen Personen jedoch auch 20 Minuten nach dem Termin nicht erschienen. 20 Minuten finde ich eine faire Zeit. Der Vorteil war sicher auch, dass wir nur zu zweit waren und keinen zehn Personen Tisch benötigten. Wir bestellten uns beide den “Campus Burger” (Rindfleisch, Tomaten, Gurkerl, Zwiebelmarmelade, Käse, Speck, Salat. Dazu: Süßer Krautsalat & Barbecue Sauce + handgemachte Pommes) und dazu ein Bier (Eigenmarke, aber vermutlich nicht selbst gebraut).

Bei den Biergetränken gibt es einen kleinen Kniff den das Campus anbietet. Auf Wunsch kann man sich “Flavours” dazubestellen. Kann man sich ca. so vorstellen wie ein Kaffee mit Sirup (vgl. Starbucks, etc.). Der Vorteil dabei, man bekommt den Geschmack extra in einem kleinen Behältnis dazu. Für Unentschlossene also eine zweite Absicherung. Ich persönlich hab das Experiment nicht gewagt, doch mein Sozius meinte es schmecke (er hatte Hollunder) ähnlich wie ein “Radler”.

Das Essen/der Burger war sehr vernünftig und schmeckte an sich hervorragend. Das Brötchen war nicht ganz mein Fall (eher in Richtung “Fladenbrot”), aber das ist sicherlich eine subjektive Empfindung. Die Preise sind im Rahmen und die restliche Speisekarte wirkt auch sehr ansprechend. Falls man also mal in der Nähe ist, oder einen Grund braucht um die neuen WU Gebäude zu bewundern, das Campus kann als inoffizielle Mensa empfohlen werden.

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Bergamo
7. April 2015

Comenius Schüleraustausch

Vor nunmehr drei Jahren nahm ich an einem Schüleraustauschprojekt teil. Unter dem Titel “Comenius Project” ging die Reise nach Norditalien. Mir, der ich damals im zweiten Jahr in der Schule die italienische Sprache lernte, wurden zwar die Grenzen meiner Kenntnisse in diesem Fach aufgezeigt, die Vorteile der Reise überwogen allerdings deutlich und ich profitiere noch heute davon.

Der Clou an der Sache war, dass dank der von der EU übernommenen Reisekosten und der Unterkunft bei den gastgebenden Schülerinnen und Schülern, für die ganze Angelegenheit nicht ein einziger Cent bezahlt werden musste. Im Gegenzug wurde beim Retourbesuch einige MoDante Alighierinate später wiederum ein Italiener bei jedem von uns aufgenommen und verpflegt. Mindestlänge der Aufenthalte waren zwölf Tage, ansonsten wären die Reisekosten nicht übernommen worden. Bestimmt gibt es bequemere Möglichkeiten, seine Nächte zuzubringen, als eine Nachtzugreise über eine Distanz von einigen hundert Kilometern zu unternehmen, als Transportmittel zum und vom Schüleraustausch ist der Nachtzug als Zeitsparer aber unschlagbar. Die Tage der An- und Heimreise beinhalteten beide mehrstündige Aufenthalte in Mailand, was für die Strapazen mehr als entschädigt. Der über zwei Tage andauernde Besuch der Stadt Florenz, wo uns ein Straßenkünstler Dante Alighieris Commedia auch auf Deutsch auswendig (!) vortrug, rundete den positiven Gesamteindruck ab.

Seit ich den Schüleraustausch angetreten bin, fällt mir der Italienischunterricht viel leichter. Das hat vielleicht auch mit dem direkten Kontakt mit der italienischen Mentalität zu tun. Zu Italien gehört neben Sonne, Strand, hektischen Autofahrern und beeindruckenden Städten auch eine unvergleichliche und weltberühmte Küche. Dies wurde mir durch gemeinsames Kochen, das von vorne herein ein Grundbestandteil dieses Projektes gewesen ist, vor Augen und auf den Gaumen geführt. Dass es nirgendwo so gut schmeckt wie bei Mamma wissen die Italiener besonders gut…

Ponte Vecchio

Was hat das mit einem gemeinsamen Europa zu tun? Nun, es sind primär zwei Vorteile, die das Comeniusprojekt hat. Erstens bringt es die manchmal etwas distanzierte Europäische Union unter die Menschen, zweitens bringt es die Menschen selbst zusammen. Wer einem eine Reise spendiert, dem ist man wohlgesinnt. Macht ein solches Projekt aus Österreichern und Italienern ein Stück weit Europäer, hat eben auch jener Geldgeber etwas davon. Miteinander Europa ist die Devise, die durch derartige Projekte eine rosige Zukunft hat.

An dieser Stelle möchte ich mich bei  den Professoren bedanken, die das Projekt mustergültig organisiert haben.

6. April 2015

Cafe Français

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In Wien gibt es unzählige Kaffeehäuser. Der Vergleich mit dem Sand am Meer wäre hier nicht ganz unangebracht. Wer öfters in Wien ist bzw. dort lebt, der hat irgendwann die Oberlaa´s, Sacher´s und Aida´s dieser Stadt gesehen und genauso, wie jeder Tourist nicht gewusst welchen Kaffee man sich eigentlich bestellen sollte. Deshalb meidet der “Vielwiener” oftmals solche traditionellen Häuser und sucht moderne Alternativen. Wer Starbucks (aus welchen Gründen auch immer) links liegen lassen möchte dem bleibt oftmals nur der Weg in so “hipster-wir-mahlen-die-Bohnen-selbst” Läden. Nicht falsch verstehen, mag ich auch sehr gerne (z.B. Coffee Pirates), jedoch sind dies meist keine Lokale wo man auch mal länger sitzen kann und einfach in der Architektur, einem Buch oder den Leuten versinken möchte. Unlängst bin ich durch einen Blogpost drüben bei Coral & Mauve auf das Cafe Francais aufmerksam geworden. Zunächst muss man sagen, dass man sich vom französischen Charme nicht abschrecken lassen sollte. Das Personal ist sehr nett, zuvorkommend und auf keinem Fall aufdringlich.

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Die Einrichtung ist simpel, schlicht und sehr elegant gehalten. Ein Ton aus weiß und viel spiegelnder Fläche vermitteln ein Gefühl von “Altbau”. Kombiniert mit modernen, rustikalen Möbeln und einem gewissen Auge bei der Tischdekoration rundet dies ein wunderbares Bild ab. Die Speisekarte ist zu jeder Tageszeit gut überschaubar und bietet herrliche Gerichte, wo man oftmals gleich mehrere probieren möchte.

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Preislich ist das Francais nicht übertrieben und gerade für ein “Innenstadtlokal” doch sehr fair. Für einen Cafe wird man hier auch nicht mehr los, wie bei Starbucks. Diese Woche war ich auch in einer Pause zum Frühstücken dort, welches bis 11 Uhr zu haben ist. Hier wurde ich ebenfalls nicht enttäuscht. Wer also in Uni-Nähe ein gutes Kaffeehaus sucht, welches auch vernünftiges Essen serviert, dem sei das Cafe Francais ans Herz gelegt.

den Text kann man im “Original” auch bei theredroom finden

6. April 2015

T(olerated)V

Fernsehen 2015…

 

Bedienungshilfe für den Opa – und Dir wird klar, dass das Medium „Fernsehen“ einen Neustart braucht.

@gutjahr

gmaschek_2015-Apr.-01

 

Samsung Smart TV. Erstmal drei Beilagscheiben einbauen, damit der Fernseher gerade steht. Smart.

 

…und danach 35 Minuten Softwareupdates einspielen. Brave new world.

Nur froh, dass ich zurzeit keinen Fernseher brauche.

#smarttv

menü
2. April 2015

Watch yourself

Nachdem ich mich in meiner “Freizeit” relativ intensiv mit den Bereichen Notfallmedizin (präklinische Versorgung), Rettungsdienst und Patientenversorgung beschäftige, werden technische Erneuerungen immer auch in diesem Gesichtspunkt bei mir mitgedacht. Dabei sind mir in letzter Zeit vor allem sogenannte “Hausnotrufsystemen”  in den Blick gekommmen.

Entschlossenheit im unglück ist immer der halbe weg zur rettung

Johann Heinrich pestalozzi

Dabei handelt es sich um ein System, vor allem für ältere Menschen, welches z.B. mittels eines Knopfes am Armgelenk (plus Empfängerstation mit Telefonanschluss) ausgelöst wird (nach Sturz, Übelkeit, sonstigen Beschwerden) um rasch Hilfe zu alarmieren. Danach wird man entweder selbst von der Leitstelle angerufen (Möglichkeit des Fehlalarms), dies kann auch über Lautsprecher geschehen, oder nähere (Familien)Angehörige werden verständigt. Kommt es zu keiner Rückmeldung wird sofort rettungsdienstliche Hilfe entsendet.

Diese Systeme funktionieren in den meisten Fällen wunderbar, berücksichtigen jedoch einige Komponenten noch nicht. 1.) Junge Menschen, welche auf Grund einer Notsituation (Sturz in Wohnung, etc.) nicht mehr via Telefon den Notruf verständigen können. 2.) Vorausdenkende Alarmierung auf Grund von stark verändernden Vitalparameter (schwacher Puls,…). 3.) Detailierte Patienteninformation samt GPS Koordinaten und möglichen Vorerkrankungen.

Die oben genannten Punkte sind für das Rettungsdienstpersonal oftmals entscheidende Faktoren und können den medizinischen Ausgang eines Patienten drastisch verändern. Wie ich bereits weiter oben erwähnt habe, finde ich es immer spannend wie technische Erneuerungen auch in diesem Feld zum Einsatz kommen (könnten). Die neueste Entwicklung, welche ich hier mit Freuden verfolge, sind Smartwatches (speziell die Apple Watch). Durch die neue Art der tragbaren Technik werden, meiner Meinung nach, auch Wege für eine neue Generation der “Hausnotrufsysteme” geschaffen, die sich nicht nur an ältere Personen als Zielgruppe richten.

Wie so etwas aussehen könnte, habe ich mal ein wenig skizziert.

hilferuf

 

Das Hauptaugenmerk bleibt weiterhin auf der raschen Hilfe in Notsituationen. Ein Knopfdruck genügt und die Leitstelle wird alarmiert. Hinterlegte Patientendaten können (wenn gewünscht) vom Disponenten rasch eingesehen werden.

telefon

Ein anschließender Anruf der Leitstelle kann via Watch entgegengenommen werden um genauere Auskunft (z.B. nach Sturz) mitzuteilen. Kommt es mehrmals zu keiner Antwort können (wenn gewünscht) entweder Verwandte/Bekannte alamiert werden und eine Rettungsmannschaft wird sofort zum Patienten entsendet.

patient

Die App würde nach einer Alarmierung einen Bildschirm mit den wichtigsten Patienteninformationen (aus dem Notfallpass am iPhone) anzeigen. Dies kann den Rettungsmannschaften, auch bei Patienten, welche ohne Bewusstsein sind, dabei helfen mögliche Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente etc. herauszufinden.

aktivität

Eine weitere Funktion, welche nicht nur für Notsituationen sondern auch bei “normaler” Verwendung sinnvoll erscheint, ist eine regelmäßige Pulskontrolle. In Zukunft möglicherweise auch noch weitere Daten.

nachricht

Mit Hilfe der Pulskontrolle könnte man auch beispielsweise proaktiv auf den Patienten zugehen und ihn auf mögliche (unbemerkte) Veränderungen seiner Vitalparamter hinweisen. Grobe Veränderungen des Allgemeinzustandes könnten so kurz vor einem Akutereignis (z.B. Herzinfarkt, etc.) festgestellt werden.

arztsuche

Eine Ortsbezogene Arztsuche (+Spitäler) runden diese “Hilferuf” App ab.

 

Natürlich sei hier erwähnt, dass es sich nur um ein Konzept handelt und  Überlegungen so in der Realität möglichweise nicht ganz umsetzbar sind. Es zeigt jedoch wie ich finde ganz gut, dass die Kombination von (mobiler) Technik und Medizin noch sehr große Entwicklungen  hervorbringen kann.

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