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"Technikkultur"

30. August 2015

Stockholm Calling

Knapp vier Tage verbrachte ich Ende Juli 2015 in Stockholm. Schon von Beginn an wusste die schwedische Metropole zu gefallen – mit Temperaturen, die gut 15 ° unter jenen der österreichischen Hochsommerhitze lagen. Stockholm hat einen exklusiven Flair, der Natur und Meer mitten in der Stadt mit skandinavischer Coolness und Weltoffenheit kombiniert.

Mit dem ersten Blick auf eine Stadtkarte wird sichtbar, dass Stockholm eigentlich IM Meer liegt. Davon wusste ich zuvor nichts, doch im Nachhinein kann ich sagen, dass Stockholm dank Fjord und vorgelagerten Inseln, von denen einige zur Innenstadt gehören, auf ganz natürliche Weise eine Metropole am und im Meer ist, wohingegen etwa die „Meeresstadt“ Venedig in das Wasser hineingezimmert wurde.

Stockholm

Betreffend Sightseeing von Gebäuden und Bauwerken bietet Stockholm Sehenswertes, jedoch keinen Überfluss. Schöne Hotel- und Theatergebäude finden sich in der Nähe der Insel Djurgården, auf der der Vergnügungsparks Gröna Lund liegt. Dieses Gebiet lässt sich wunderbar im Rahmen einer kurzen Bootsfahrt zwischen den Inseln besichtigen. Gebäude wie das Staatstheater und das älteste Hotel der Stadt, das Flaggen derer Länder, aus denen momentan Gäste einquartiert sind, gehisst hat, erinnern an frühere Zeiten, in denen Stockholm wohl noch relaxter war als heute (obwohl das kaum möglich scheint).

Vasa

Sehr imposant und weniger entspannt ist das Kriegsschiff Vasa, das in einem eigenen Museum am Hafen liegt. Das Schiff stammt aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges, genauer aus dem Jahr 1628 und sollte durch seine immense Bewaffnung Schweden zum Sieg führen. Jedoch meinte es das Schicksal nicht gut mit Vasa, da es bereits nach wenigen hundert Metern Fahrt noch im Stockholmer Hafen unterging. Mehr als 300 Jahre vergingen bis das Schiff in den 1950er und 60er Jahren gefunden und aus dem Hafenbecken geborgen werden konnte. Das Schicksal meint es also zumindest mit den Menschen des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts besser und zeigt ihnen den beeindruckenden Wahnsinn des damaligen Krieges. Der Rest des dunklen Museums, der den Bau des Schiffes sowie die Folgen der Tragödie behandelt und damit Einblick in das Leben der damaligen Zeit gibt, gegen das unglaublich gut erhaltene, überaus stolze Schiff etwas untergeht, ist Vasa ein Muss für jeden Stockholm-Besucher.

Stockholm gibt auch kulinarisch einiges her. Von Köttbullar über fantastischen Fisch bietet die schwedische Küche Vieles zum Probieren. Ein Sinnbild dafür ist Östermalms Saluhall, eine Markthalle für Lebensmittel, von der auch das Beitragsbild stammt. Die Preise sind allerdings gehoben. Für 0,4 l Carlsberg waren in einem Restaurant in einer Mall 6 € fällig. Alkoholische Getränke kauft man in Schweden grundsätzlich im in staatlicher Hand befindlichen Systembolaget. Um dort einzukaufen muss man allerdings 21 sein. Im Supermarkt bekommt man nur Leichtbier und alkoholfreien Wein, sonst nichts.

Zum Abschluss bleibt zu sagen, dass die schwedische Hauptstadt immer für einen Besuch gut ist und mit etwa zwei Flugstunden von Wien keineswegs zu weit weg. Als letzter Punkt noch: Ob es stimmt, dass so gut wie alle Schwedinnen umwerfend schön sind? Ich beantworte das einmal vorsichtig mit ja, aber überzeugt euch auf jeden Fall selbst!

26. August 2015

Motto am Fluss

Vor einiger Zeit war der Liebsten und mir nach einem Frühstück in der Stadt. Wien versteht sich. Nachdem wir uns beide durch unzählige Blogeinträge gelesen haben und wir eigentlich eh schon viel zu spät dran waren für die erste Mahlzeit am Tag, blieb „nur mehr“ das „Motto am Fluss“ übrig. Also rein nach Wien (so sagen wir Landleute das).

Das „Motto am Fluss“ befindet sich gegenüber vom Schwedenplatz, ein Ort der jedem ein Begriff sein sollte, im oberen Teil der „Schiffstation“ für den Twin-City Liner. Das Lokal an sich hat einen sehr angenehmen Außenbereich mit Blick auf den Donaukanal sowie einen Innenbereich der seine eigene Gliederung in „Restaurant“ und „Cafe“ hat. Frühstück gibt es bis 16:00 Uhr was schon mal großartig ist. Ich bediente mich der wundervollen Mahlzeit mit dem Namen „Heimathafen“. Weiches Ei/ Handsemmel / Croissant / hausgemachte Nougatcreme (!)/ Marmelade/ Honig / Butter. Dazu kam bei mir noch eine Portion Camembert, so für den sauren Ausgleich und diverse Getränke (Kaffee, Saft,…).

Groß muss man so zu Dingen jetzt nicht viel sagen. Man kann bei dieser Auswahl auch wenig falsch machen. Hofft man. Dennoch muss ich eine Sache ganz lobend herausstreichen. Die „Saucen“ (Nougatcreme/ Marmelade/ Honig) kamen in eigenen kleinen „Töpfen“ welche von der Menge mehr als ausreichend waren. Kein Sparen am falschen Platz. Sehr löblich. Außerdem war die Nougatcreme ein Traum. Eine Mischung aus Pudding und Nutella. Göttlich. Ein Gedicht.

Die Atmosphäre ist cool. Fast schon ein wenig zu cool, aber dennoch im Rahmen. Service war „on Point“ wie man so schön sagt. PS: Die Burger, die an uns vorbeigetragen wurden schauten auch alle sehr schmackhaft aus…

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28. Mai 2015

Pixelmator Universum

 

Pixelmator ist mein „go-to“ Grafikbearbeitungsprogramm am Mac und hat in meinem Workflow schon lange, behäbige Software wie Photoshop oder GIMP ersetzt. Aktuelle Features die auf der Basis von OSX aufbauen und rasche Integration auch von Hardwareerneuerungen (Stichwort: „Force Touch Trackpad“) machen hier das Rennen. Meistens berühre ich mit meinen Aufgaben, vor allem hier fürs Blog, nicht einmal annähernd die Spitze des Eisbergs an Möglichkeiten, man kann jedoch auch simple Aufgaben, schnell und effizient lösen.

Zum Start des iPad Air 2, vergrößerte Pixelmator sein Sortiment und machte das Erlebnis auch auf für das iPad zugänglich. Nun einige Monate später kommt die Version für das iPhone hinzu. Software die den Unterschied macht zwischen iOS und dem Rest der Welt und einen Einblick gibt wohin diese oft beschworene „Produktivität“ auf mobilen Geräten gehen könnte.

27. April 2015

Flatschers Bistrot

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Letztens war ich mit guten Freunden im Flatschers Bistrot (in Wien). Nach dem doch recht ansehnlichen Erfolg des “Stammlokals” in der Kaiserstraße eröffnete der Besitzer ca. 200Meter weiter ein zweites (kleineres) Lokal. Nachdem wir alle bereits mehrmals im Hause Flatschers zu Gange waren, wollten wir nun das neue Bistrot ausprobieren. Tischreservierung ist sehr essentiell in beiden Lokalen und durchaus eine wichtige Sache, wenn man einen guten Platz bekommen möchte.

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Wir hatten für vier Leute reserviert, kamen jedoch nur zu dritt, nachdem jemand aus der Gruppe verhindert war. Das “französische” Lokal wirkt auf den ersten Blick wie eine sehr geräumige Bar. Beim Reingehen steht man direkt an einer großen Theke hinter der sich eine Art “Bücherregal” mit Getränken befindet. Eine kleine Leiter zum Erreichen dieser Getränke rundet das Bild ab. Der Platz, welcher uns zugewiesen wurde, war für drei Personen gerade so akzeptabel, unsere ursprüngliche Idee zu viert anzukommen, wäre hier bezüglich der Tischsituation spannend geworden. Die Kellner wirken sehr engagiert, jedoch zu “kumpelartig” was ich nicht wirklich ausstehen kann. Meine Freunde hatte ich mit, da muss man mir nicht das Gefühl vermitteln ein weiterer würde mir das Essen servieren. Dennoch eine sehr ordentliche Bedienung, jedoch bei vollem Lokal oftmals ein wenig überfordert (1-2 Kellner mehr würden hier sicher nicht schaden). Als Vorspeise hatten wir die “Flatschers Vorspeisen Variation (für 4 Personen)“, bestehend aus gegrillten Jakobsmuscheln – Garnelen vom Lavasteingrill und Beef Tartare.

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Für 4 Personen eine überschaubare, aber nicht zu kleine Portion. Qualität und Geschmack wie gewohnt hervorragend. Danach entschieden wir uns alle drei für das “Entrecôte” (Rib Eye Steak), obwohl wir auch alle mit dem “La mer et la terre” (Steak + Meeresfrüchte) liebäugelten. Das Steak war wie gewünscht (Medium) perfekt gebraten und ich hatte zwei Saucen (große Empfehlung BBQ) sowie hausgemachte Pommes dazu.

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Ein sehr rundes und zartes Hauptgericht. Bezüglich Getränke hatten wir zu den Hauptspeisen ein Augustiner Helles und zwischendurch einen GinTonic. Ein, zwei Worte dazu. Das Bistrot bemüht sich darum eine formidable Ginkarte anzubieten. Dies gelingt ihnen auch, jedoch die Preisgestaltung lässt ein wenig Rätsel über. Jeder Gin + Tonic (hier gibt es auch eine größere Auswahl) kostet 9,50€. Egal ob man nun den obligatorischen Gordens Gin oder einen Monkey47 bestellt.Vorsicht bzw. gute Auswahl sind hier gefragt. Eine Einteilung in Preiskategoriern 4€/7,50€/9,50€ für die verschiedenen Gins wäre hier sicherlich ein besserer Weg. Ich genoss einen Elephant Gin mit Fever Tree Tonic.  Sehr rund und der Eigengeschmack fügt sich wohlig ins Gesamtbild ein. Die Nachspeise nahmen wir wieder in der Variation (mit dem klingenden Namen Dessert-Étagère). Schokoküchlein, Apfelküchlein und Eclair (mit Schoko). So konnten wir uns gut durchprobieren.

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Insgesamt ein sehr gelungener Abend und ein nettes Lokal um, so wie in unserem Fall, mehrere Stunden gemütlich zusammenzusitzen und über Gott und die Welt zu sinnieren. Nebenbei gibt es hevorragendes Essen und ein wenig Frankreich im 7.Wiener Gemeindebezirk.

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23. April 2015

Watch Faces

John Gruber verbloggte letztens seine Gedanken zum Thema „Custom (Apple) Watch Faces“ und ob es zu deren baldigen Umsetzung kommen wird. So viel bleibt festzuhalten…die WWDC wird heuer spannend wie immer.

I don’t expect Apple to open up watch faces to arbitrary designs, even when the full Apple Watch SDK ships later this year. If they do allow third-party faces, I think it’ll be through design partners hand-selected by Apple. (The Mickey face is arguably an example of this already.) The idea of fully-customizable watch faces is right in the sweet spot between the differing philosophies of Google (anything goes) and Apple (tightly controlled). Apple Watch currently offers 10 different faces, and most of those faces offer a lot of customization regarding which complications are visible, and the tint colors. It’s a lot of fun to play with, but here’s the thing: there is no way to set up a watch face that is ugly, or that doesn’t look very Apple-Watch-y. Even the Mickey face looks like an Apple Watch Mickey face, because of the San Francisco font on the hour markers and the complications. That is by design, and I don’t see that changing.

Daring Fireball

20. April 2015

Le Burger

Im Wiener Donauzentrum hat vor kurzem ein neuer Burgerladen – namens “Le Burger” aufgemacht. In Wien gibt es davon doch recht viele und so mancher versucht sich auch daran, diese durchzuprobieren. Das Lokal erinnert in seiner Aufmachung stark an das Jim Block in Hamburg. Selbstbedienung, Schauküche und überschaubare Karte. Anders wie in anderen Burgerlokalen gibt es bei Le Burger keine fixen Burgerzusammensetzungen oder Menüs. Fleisch, Zutaten, Beilagen und Getränke werden von einem selbst bestimmt. Zur Auswahl gibt es im Bereich Fleisch: Rinderfleisch (in versch. Varianten) od. Veggie “Patty”. Die Zutaten decken eine große Bandbreite an Gemüse ab und als Beilage gibt es entweder Pommes (hausgemacht) oder keine Pommes.

Meine Zusammensetzung war folgende:

Double Cheesburger/ Jalapenos – Zwiebel – Spiegelei – BBQ Sauce/ Pommes / Getränk

Was ich mir ungefähr zehn Minuten später bei der Theke abholen durfte, war einer der besten Burger, die ich jemals gegessen habe. Saftig, herzhaft, voller Geschmack und nicht zu überladen.

Getränke kann man sich nach belieben nachfüllen und Saucen werden auch zur freien Entnahme an den Tischen angeboten. Falls man sich also nicht vorher schon entscheiden will, kann man Saucen auch nachträglich hinzufügen.Insgesamt ein sehr gelungener Besuch, der mehr zufällig als geplant war. Le Burger ist nicht nur “für den schnellen Hunger” sondern man bekommt dort echt vernünftige Hamburger, um nicht das Wort großartig zu strapazieren.

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17. April 2015

Check in

Bild von Junkyardsam.com

Bild von Junkyardsam.com

 

Foursquare hat sich im Mai 2014 von Check Ins weitestgehend verabschiedet. Da stellt sich die Frage ob es einfach ein fataler Fehltritt war oder man „nur“ dem Trend der Zeit folgte. Das Einchecken an Locations scheint mittlerweile extrem überholt. Eine App, die nur Check Ins kann? Ne…

Facebook und Instagram haben meiner Meinung nach schleichend die Rolle von solchen Check In Diensten wie Gowalla (sic!), welches ironischer Weise mittlerweile auch zum Facebook Universum gehört, sowie Foursquare übernommen. Diese Apps gehören in eine Zeit, wo „single-purpose“ Programme der heiße Schrei am Technikhimmel waren. Location Daten wurden geschickt in Facebook (Posts) und Instagram Snapshots eingebaut. Das reichte anscheinend.

Dass es trotzdem noch immer einen Markt für diese Check In Dienste gibt, ist denke ich unbestritten. Ich selbst war begeisterter Foursquare Nutzer, bis zum bitteren Ende. Swarm konnte mich nie überzeugen. Dabei ginge es nicht um eine Enttäuschung, sondern ich konnte mich nie mit der iOS Umsetzung von Swarm anfreunden. Leider…

Es wird sich zeigen ob sich nochmals jemals „traut“ ein solches Service aus den Federn zu holen, im Angesicht von lukrativen Übernahmen ist es aber vermutlich nur eine Frage der Zeit bis das unvermeidliche passieren würde.

15. April 2015

Vorgeschmack

Seit vergangenem Freitag kann man die Apple Watch in einigen ausgewählten Ländern (Österreich gehört wie immer nicht dazu) vorbestellen und in den Stores bewundern. Wir haben den wunderbaren @jonicious in Hamburg auf eine kleine Entdeckungsreise geschickt.

The Apple Watch is one of the most ambitious products I’ve ever seen; it wants to do and change so much about how we interact with technology. But that ambition robs it of focus.

Nilay Patel (The Verge) 

12. April 2015

Das Campus

Architektur beeindruckt, verändert, begeistert oder verstößt so manchen. Die neuen Gebäude der Wirtschaftsuniversität (kurz WU) in Wien verbinden vermutlich all diese Eigenschaften. Vor einigen Wochen war ich zum Mittagessen im Restaurant “das Campus“, am neuen WU Gelände verabredet. Da ich noch ein wenig Zeit hatte nutze ich eine der “Lernlounges” um mich mit nicht so ganz wirtschaftlichen Themen zu beschäftigen. Nicht mein erster Besuch im neuen Herzstück der VWLer und BWLer, aber dennoch immer wieder recht beeindruckend. Solch einen Komplex nun auch noch für andere Unis errichten (bsp. TUMedUni und Fakultäten der UniWien) und der “Standort Wien” könnte sich noch mehr zu einer internationalen Studentenstadt mausern. Aber ich schweife ab.

Auf Grund der anstehenden Prüfungswoche(n) auf der WU war es zu Mittag doch ein echter K(r)ampf im “das Campus” einen Platz zu bekommen. Uns wurde nach kurzer Wartezeit ein Tisch zugeteilt, der zwar reserviert war, dessen Personen jedoch auch 20 Minuten nach dem Termin nicht erschienen. 20 Minuten finde ich eine faire Zeit. Der Vorteil war sicher auch, dass wir nur zu zweit waren und keinen zehn Personen Tisch benötigten. Wir bestellten uns beide den “Campus Burger” (Rindfleisch, Tomaten, Gurkerl, Zwiebelmarmelade, Käse, Speck, Salat. Dazu: Süßer Krautsalat & Barbecue Sauce + handgemachte Pommes) und dazu ein Bier (Eigenmarke, aber vermutlich nicht selbst gebraut).

Bei den Biergetränken gibt es einen kleinen Kniff den das Campus anbietet. Auf Wunsch kann man sich “Flavours” dazubestellen. Kann man sich ca. so vorstellen wie ein Kaffee mit Sirup (vgl. Starbucks, etc.). Der Vorteil dabei, man bekommt den Geschmack extra in einem kleinen Behältnis dazu. Für Unentschlossene also eine zweite Absicherung. Ich persönlich hab das Experiment nicht gewagt, doch mein Sozius meinte es schmecke (er hatte Hollunder) ähnlich wie ein “Radler”.

Das Essen/der Burger war sehr vernünftig und schmeckte an sich hervorragend. Das Brötchen war nicht ganz mein Fall (eher in Richtung “Fladenbrot”), aber das ist sicherlich eine subjektive Empfindung. Die Preise sind im Rahmen und die restliche Speisekarte wirkt auch sehr ansprechend. Falls man also mal in der Nähe ist, oder einen Grund braucht um die neuen WU Gebäude zu bewundern, das Campus kann als inoffizielle Mensa empfohlen werden.

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Bergamo
7. April 2015

Comenius Schüleraustausch

Vor nunmehr drei Jahren nahm ich an einem Schüleraustauschprojekt teil. Unter dem Titel „Comenius Project“ ging die Reise nach Norditalien. Mir, der ich damals im zweiten Jahr in der Schule die italienische Sprache lernte, wurden zwar die Grenzen meiner Kenntnisse in diesem Fach aufgezeigt, die Vorteile der Reise überwogen allerdings deutlich und ich profitiere noch heute davon.

Der Clou an der Sache war, dass dank der von der EU übernommenen Reisekosten und der Unterkunft bei den gastgebenden Schülerinnen und Schülern, für die ganze Angelegenheit nicht ein einziger Cent bezahlt werden musste. Im Gegenzug wurde beim Retourbesuch einige MoDante Alighierinate später wiederum ein Italiener bei jedem von uns aufgenommen und verpflegt. Mindestlänge der Aufenthalte waren zwölf Tage, ansonsten wären die Reisekosten nicht übernommen worden. Bestimmt gibt es bequemere Möglichkeiten, seine Nächte zuzubringen, als eine Nachtzugreise über eine Distanz von einigen hundert Kilometern zu unternehmen, als Transportmittel zum und vom Schüleraustausch ist der Nachtzug als Zeitsparer aber unschlagbar. Die Tage der An- und Heimreise beinhalteten beide mehrstündige Aufenthalte in Mailand, was für die Strapazen mehr als entschädigt. Der über zwei Tage andauernde Besuch der Stadt Florenz, wo uns ein Straßenkünstler Dante Alighieris Commedia auch auf Deutsch auswendig (!) vortrug, rundete den positiven Gesamteindruck ab.

Seit ich den Schüleraustausch angetreten bin, fällt mir der Italienischunterricht viel leichter. Das hat vielleicht auch mit dem direkten Kontakt mit der italienischen Mentalität zu tun. Zu Italien gehört neben Sonne, Strand, hektischen Autofahrern und beeindruckenden Städten auch eine unvergleichliche und weltberühmte Küche. Dies wurde mir durch gemeinsames Kochen, das von vorne herein ein Grundbestandteil dieses Projektes gewesen ist, vor Augen und auf den Gaumen geführt. Dass es nirgendwo so gut schmeckt wie bei Mamma wissen die Italiener besonders gut…

Ponte Vecchio

Was hat das mit einem gemeinsamen Europa zu tun? Nun, es sind primär zwei Vorteile, die das Comeniusprojekt hat. Erstens bringt es die manchmal etwas distanzierte Europäische Union unter die Menschen, zweitens bringt es die Menschen selbst zusammen. Wer einem eine Reise spendiert, dem ist man wohlgesinnt. Macht ein solches Projekt aus Österreichern und Italienern ein Stück weit Europäer, hat eben auch jener Geldgeber etwas davon. Miteinander Europa ist die Devise, die durch derartige Projekte eine rosige Zukunft hat.

An dieser Stelle möchte ich mich bei  den Professoren bedanken, die das Projekt mustergültig organisiert haben.

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