Verkabelt

"Technikkultur"

AppleWatch_arwatch
27. März 2015

Apple Watch jetzt anprobieren!

Für alle die es nicht erwarten können die neue Apple Watch endlich am Handgelenk zu tragen, gibt es jetzt eine Lösung aus Belgien: ARWatch. Einfach folgendes .pdf ausdrucken, ausschneiden und am gewünschten Arm befestigen. Die App installieren und mit der Kamera auf den Sticker halten: Zack. Da ist sie ja schon, die Apple Watch.

Eine amüsante “Augmented Reality” Spielerei, die einem aber trotz allem einmal zeigt, wie sich die Apple Watch am eigenen Handgelenk so macht. Ist die 42mm Variante zu groß, die 38mm Version zu klein? Welche Farbe soll es werden? Spielerisch und einfach, kann man sich mit ARWatch eine Meinung darüber bilden.

AppleWatch_arwatch_2

Viel Spaß!

ARWatch App – Achtung! nicht im AppStore zu finden: ARWatch ; PDF mit AR-Badge für die App zum ausdrucken: PDF

du
25. März 2015

[#Offtopic] DU

Nachdem Verkabelt, vor allem in den letzten Monaten, wunderbar gedeiht suchen wir nach ein wenig Unterstützung. Wir wissen, dass viele von euch großartige Geschichten zu erzählen haben, aber oftmals daran scheitern diesen Gehör zu verschaffen. Mode, Beautytips, Kulinarik, Videospiele, Biologie, Physik und noch viel mehr Themen kommen bei uns zurzeit leider zu kurz. Dieser Blog “lebt davon” mit Inhalten bespielt zu werden, die nicht alltäglich sind. Wir wollen keinen 0815 Techblog führen und haben dies auch in letzter Zeit denke ich gut hinbekommen. Trotzdem fehlen uns 1-2 Autoren, die ihren persönlichen Mix in unser Projekt einbringen.

Konkrete Wünsche? Haben wir ehrlich gesagt keine – Überraschung ist das was wir wollen und suchen. Du schreibst gerne über Autos? Perfekt. Dir macht es Spaß stundenlang über Minecraft zu quatschen und würdest das gerne in einen Blogpost verpacken? Ideal. Du probierst täglich neue Rezepte aus und würdest gerne den ganzen Tag in der Küche verbringen? Herzlich Willkommen.

Wie DU merkst haben wir keine konkreten “Muster” in unserem Kopf wie AutorInnen bei uns “auszusehen haben”. Wenn du Lust am Schreiben und die Zeit dazu hast perfekt, wenn nicht auch okay.

Was wir anbieten können?  Nachdem Verkabelt aktuell ein reines Hobbyprojekt ist, kann leider keine große Flut an Euros versprochen werden. Was wir aber machen möchten, sind hin und wieder kleine Gutscheine (Summe von 10-15€) zu Verfügung zu stellen, mit denen ihr quasi eure eigenen Wünsche ein klein wenig abdecken könnt. Anderswo würde das “Aufwandsentschädigung” heißen, denke ich…

Außerdem besteht die Möglichkeit, wenn du in Wien bzw. Umkreis davon lebst, uns hin und wieder auf Presseevents (z.B. Nokia) zu begleiten. Solche Einladungen werden an uns unregelmäßig herangetragen und deshalb können wir da im Vorhinein nichts Versprechen.

Wie das ganze funktioniert?  Du schreibst uns eine Email an info@verkabelt.at mit ein paar  Infos zu deiner Person und den Themen die du gerne behandeln würdest. Wir melden uns dann bei dir uns besprechen alles weitere. Simpel und transparent.

Was wir (natürlich) nicht wollen?  Wir distanzieren uns von jeglichen Anfragen, die rassistische, nationalistische oder anders diskriminierende Inhalte anbieten möchten. Ganz nach dem Motto: “Das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke.”

twbg

Wenn DU uns also ein wenig unter die Arme greifen würdest, das wäre ganz großes Tennis…

22. März 2015

Apple TV…mors certa, sed hora incerta

Der Tod ist gewiss, aber ungewiss ist die Stunde. Lateinische Sprichwörter bringen manchmal ganz banales, poetisch auf den Punkt. Nachdem letzte Woche das Wall Street Journal in einem Artikel Apples Web TV Pläne ein wenig konkretisierte, legte nun John Paczkowski bei Buzzfeed nach und deutet einen Apple TV Relaunch und womöglich den Start einer neuen Ära für das Gerät zur WWDC an.

Now, after years of smack talk and “my, isn’t TV interesting” teasing, Apple is preparing to mount its long-in-the-offing effort to drag a TV experience that CEO Tim Cook once described as “stuck in the seventies” into an Apple-curated present.

J. Paczkowski

Gerade zur Entwickler Konferenz könnte man vermutlich  das erste SDK, welches insgeheim bereits an diverse A-Level Developer verteilt wurde, ausgeben und einige Kleinigkeiten zum aktuellen Gerät ergänzen (Stichwort: Siri).

and an improved operating system that will support Siri voice control of Apple TV, and enable it remotely for a selection of Homekit-enabled home automation devices, as earlier reports have suggested. Presumably it will also feature a new remote.

Gerade in Bereich Heimautomatisierung hat Apple noch einiges an Boden gut zu machen, gerade deshalb, weil seit der letzten WWDC in dem Bereich eigentlich nichts passiert ist. “A new Remote” wird hoffentlich das iPhone und zwar nicht in so einer stiefbrüderlichen Rolle wie es sich aktuell zeigt.

 

[das fantastische Header Image kommt von Flickr]

21. März 2015

Facebook Cash

 

Facebook hat bei mir einen Großteil von Funktionen übernommen, die früher einzelne Apps bewerkstelligt haben. Gruppen(chat), Einzelchat, Bilderaustausch und Veranstaltungen (+Einladungen) waren zu Beginn der iPhone Ära streng auf einzelne Anwendungen aufgeteilt, doch haben all diese “Funktionen” schön langsam den Weg in das Facebook Universum gefunden. Keine fünf verschiedene Accounts mit fünf verschiedenen Passwörtern und eine variierenden Anzahl an “Freunden”. Ein Thema ließ Facebook bis jetzt ein wenig außen vor: mobil payment. Kleine Summen an Geld, die ihre (privaten) Besitzer tauschen sollten, erweißt sich auch im Jahre 2015 noch als gröbere Herausforderung. Paypal oder (Sofort)Überweisungen sind auch in meinem Freundeskreis das Mittel der Wahl, wenn es um Dinge wie das Bezahlen von Konzerttickets oder eine Packung Chips geht. Bargeld ist halt auch manchmal keine Lösung. Facebook geht dieses Problem jetzt (vorerst in den USA) an. Direkt im Messenger kann man sich hierbei kleine Geldsummen hin und her schicken, fast so einfach wie wenn es ein Schnappschuss vom letzten Karaokeabend wäre. Ich wäre bereit, fehlt nur noch der Rollout in Europa…

20. März 2015

Watch(a) looking at?

John Gruber wirft die Tage zwei (1,2) sehr spannende Fragen rund um die Apple Watch in den Raum. Anfang der Woche gab Watchaware eine Statistik heraus, die die Umfragewerte zum originalen iPad Launch und denen der Apple Watch vergleicht. Es zeigte sich, dass dabei rund 40% der Befragten kein Tablet von Apple kaufen wollten. Heute, fünf Jahre später, halten wir bei 200 Millionen verkauften Geräten. Apple Watch hat in anderen (inoffiziellen) Umfragen ähnlich abgeschnitten. 40-50% wollen “keinesfalls” eine digitale Uhr (aus Cupertino). Mal sehen ob sie Wort halten.

I bring this up because I believe people are usually very quick to dismiss products before they use them or even see them in action. For many folks, all it takes is a few minutes of interaction with a new device before they fall in love and vow to purchase one as soon as possible. Of course, it’s also possible that the 40 percent to 50 percent of users who claim disinterest actually maintain that vow, and that Apple simply sells to the other half of the market who were interested from the start.

Watchaware.com

Die zweite These wirkt fast wie ein Schlag ins Gesicht für alle Webentwickler und SEOs da draußen. Gruber bezieht sich in seinem Beitrag auf einen Artikel von Paul Canetti , der länglich beschreibt, dass die Apple Watch keinen eingebauten Safari-Webbrowser mitbringt. Klarer Fakt, der sich auch in zukünftigen Versionen meiner Meinung nach nicht ändern wird. Wearables brauchen keinen Webbrowser zumindest keine minimierte Version der heutigen Vorstellung davon. Vielleicht werden wir in ein paar Jahren auch eine andere Linie sehen, dafür müssten sich aber viele Webseiten auf diese neue Designlinie einstellen (Stichwort responsive Design). Doch da ist das Grundproblem, ohne Geräte wo diese Überlegungen präsentiert werden könnten, da auch keine Ideen. Typisches Henne-Ei Phänomen. Ich schließe mich einmal vorsichtig an Canetti an…

And yet the lack of reaction, or even acknowledgement, that there is no Safari on Apple Watch, leads me to believe that not only is Apple right to not include it, but we are actually ready to accept it: a wearable world with no web browsers.

Paul Canetti – Medium

tim
14. März 2015

Vision

Am Montag hat Apple seine Vision von der Zukunft vorgestellt. Keine selbstfahrenden Autos oder Star Trek Momente, dennoch eine Vision, die für die nächsten Jahre den Weg formen wird. Zwei Produkte, die beide einerseits das Licht auf die Zukunft richten, andererseits in der Gegenwart Kompromisse verlangen, die nicht für alle Konsumenten so leicht nachzuvollziehen sind.

macbook

Wir haben zwei Produkte vorgestellt bekommen, wo wir von beiden schon vorher mehr oder weniger die Hardfacts kannten und die Diskussionen darum begannen, bevor ein einziges Gerät den Laden verließ. Zunächst ein paar Takte zum neuen MacBook. Der erste Gedanke, den ich bei der Vorstellung hatte war ziemlich linear und könnte ungefähr so übersetzt werden: “Das ist DER Laptop für Studenten. Das Surface hat endgültig seine Daseinsberechtigung verloren”. Natürlich ist dies überspitzt und ich möchte mich gar nicht darin verlieren, die beiden Geräte miteinander zu vergleichen. Eines steht fest: Das neue MacBook hat eine sehr begrenzte Zielgruppe, bedient diese jedoch wunderbar. Personen, die das Gefühl haben wollen  sie bräuchten ein “produktiveres” Gerät, wie das iPad. Zumeist würde das Tablet genauso reichen, aber PDFs zu bearbeiten oder Essays zu tippen, macht auf einer Tastatur mehr “Spaß”. Das neue MacBook fühlt sich wohl, dort wo es am meisten gebraucht wird. Personen, die Fullscreen Anwendungen lieben und Fotos sowieso über die Cloud (oder Facebook) hochladen. Diese Leute werden das MacBook kaufen und begeistert sein. Die Käuferschicht ist begrenzt, zurzeit.

Wie damals ist das 12″ MacBook das Notebook, das die Zukunft zeigt, aber sich im Jahr 2015 noch nicht so wirklich wohl fühlt. Zu groß sind (noch) die Limitierungen, Einschränkungen und Kompromisse: Nur ein einzelner USB-Anschluss, der gleichzeitig für die Stromversorgung zuständig ist, mit einem Stecker, zu dem es noch kaum Kabel und Endgeräte gibt. Ein schwächerer Prozessor. Kein SD-Karten-Slot. Kein Mag-Safe Ladekabel. Dafür bekommt man wieder ein Ultra-Mobiles Notebook. Ein Notebook, das dünner ist als so manche iPad Keyboard-Hülle. Ein Notebook, das wiederum die Zukunft zeigt.

Fabian Pimminger

watch

Das zweite Gerät, war der eigentliche Aufhänger für die Veranstaltung. Apple Watch. Der Handgelenksschmeichler erfuhr eine erneute Demo und Apple gab nochmals kurz einen Einblick, wo die Uhr überall eine Anwendung finden könnte. Kurz dazu: Uber (oder hoffentlich bald mytaxi) am Handgelenk – das ist die Zukunft.

uber

Abgesehen von diesem erneuten Vorgeschmack, gab es (im Anschluss) einige Fakten vor allem im Bezug auf Preise und Verfügbarkeit. Was mir in der Präsentation der Apple Watch dieses mal ein wenig fehlte, ist der große Blick über den Tellerrand. Die Vision, die Jony, Tim und Co. haben und uns zeigen möchten. Die Watch kombiniert zwei Welten Mode und Technik. Gerade diese Annahme wirkt auf viele sehr fremd. 450€ für ein Uhrenarmband? Ja das sind Preise die in der Welt der Mode kein Aufsehen erregen, im Technikkontext jedoch schon. Wir haben es hier mit einem neuen Produkt zu tun. Die Apple Watch ist nicht nur eine “Smartwatch” (schreckliches Wort wie ich finde) sondern ein Teil des persönlichen Lifestyles. Dieses neue Paradigma muss erstmals in die Technikwelt einsickern und um sich greifen. Das braucht Zeit und behutsames Vorgehen, beides bringt Apple mit. Und manchmal sind es dann einfach die persönlichen Erwartungen, die man an ein solch neues Gerät stellt. Für mich wäre das beispielsweise eine Spotify Remote App (1)…aber was sage ich, ich bin schon lange überzeugt. Die Vision reicht mir in diesem Fall, denn die Watch ist mehr als eine neue Uhr am Handgelenk.

3. März 2015

#Politikverstehen – Semipräsidentielles System

An den Beginn von #Politikverstehen möchte ich das Thema von Regierungssystemen stellen. Zunächst lässt sich ganz prinzipiell unterscheiden ob ein Land demokratisch (monarchisch), autoritär (totalitär), diktatorisch, etc. aufgebaut ist. Dies hat vor allem mit der Rolle von Macht und Herrschaft in einem Staat zu tun hat. Die Frage nach der Konzentration von “Gewalt” eines Souveräns (Träger der Staatsgewalt) führt schlussendlich zu einer der genannten Staatsformen. Im Bereich der Demokratie können hier nochmals drei “Untertypen” charakterisiert werden. Das präsidentielle, parlamentarische und semipräsidentielle System. Diese Unterscheidungen scheinen zunächst eher nur theoretischer Natur, da wir wenn wir ganz allgemein von “Demokratie” sprechen, meistens keinen großen Unterschied machen zwischen z.B. dem demokratischen System Deutschlands und dem der USA. Doch gerade diese “Dreiteilung” lässt uns die Unterschiede erklären, welche uns schon immer ein wenig “komisch” anmuteten. Vor allem im Bezug auf die Macht und Position des Staatsoberhauptes, staatliche Institutionen und das Parlaments haben diese unterschiedlichen Formen große Auswirkungen. Hier lege ich nun den Fokus auf das semipräsidentielle System, da wir dieses aus unserem Alltag kennen. Dieses ist die vorherrschende Regierungsform u.a. in Deutschland, Österreich und Frankreich.

 

Zunächst sei konstatiert, dass in einem Semipräsidentiellem System das Parlament (Achtung!: nicht die Regierung) und der Präsident direkt gewählt werden. Direkt meint hier ohne “Umwege” wie etwa in einem System wo Wahlmänner eingesetzt werden (vgl. USA). Das Wahlvolk ermittelt in zwei unterschiedlichen Wahlgängen (zeitlich und inhaltlich getrennt) ein Parlament und einen Präsidenten/eine Präsidentin. Große Verwechslungen vor allem in der Umgangssprache sind oftmals zwischen Parlament und Regierung zu erkennen. So wird an einem Wahlsonntag zum Nationalrat “lediglich” das österreichische Parlament (genauer der Nationalrat) gewählt nicht aber der Bundeskanzler, Vizekanzler, etc. sprich die Bundesregierung.

Nachdem nun beide “Institutionen” unabhängig voneinander gewählt wurden und ein Parlament und der Präsident ausgewählt sind so kommt ein drittes Element nämlich die (Bundes)Regierung hinzu. Das Zustandekommen dieser basiert auf eine der wenigen Kompetenzen des (Bundespräsidenten). Laut B-VG (Bundes-Verfassungsgesetz) Artikel 70  wird der Bundeskanzler und auf dessen Vorschlag die übrigen Mitglieder der Bundesregierung vom Bundespräsidenten ernannt. Übersetzt man diesen Verfassungstext nun in konkrete Worte so kommen wir auf die berühmte Silbe “der Bundespräsident beauftragt XY zur Regierungsbildung”. Aus einer politischen Tradition und einem “logischen” Schluss beauftragt der Bundespräsident zumeist den Parteichef / die Parteichefin der stimmenstärksten Partei (meiste Sitze im Parlament). Nachdem jedoch das Parlament unabhängig von der Regierung besteht, kann (theoretisch) jeder (erwachsene) österreichische Staatsbürger mit der Regierungsbildung beauftragt werden. Diese Person rekrutiert (meist aus seiner Partei und dem Regierungspartner) die Bundesminister. Die gesamte Bundesregierung wird anschließend vom Bundespräsidenten angelobt.

Abschließend muss noch die Frage nach politischer Kontrolle in diesem Regierungssystem erklärt werden. Politische Kontrolle bzw. politisch verantwortlich meint Instrumente (z.B. Untersuchungsausschuss, Anfrage an Bundesminister, etc.) mit der das Parlament die Regierung kontrolliert, wenn der Verdacht besteht, dass die Regierung “falsch” gehandelt hat. Anders wie in anderen Systemen hat im Semipräsidentiellem System der Bundespräsident “keine” Kontrollmöglichkeit gegenüber der Regierung. Diese Rolle kommt dem Parlament zu. In der Realität stößt diese Kontrolle, jedoch dort auf Grenzen wo die Instrumente einen Mehrheitsbeschluss des Parlaments benötigen. Nachdem zumeist die Mehrheit des Parlaments gleich ist mit der Bundesregierung (gleiche Parteien) ist es für die Opposition schwierig diese politische Kontrolle sinngemäß wahrzunehmen. Hierbei sei die lange Debatte um den Unterschungsausschauss als Minderheitenrecht erwähnt.

Ob ein Semipräsidentielles System eher “parlamentarisch” oder “präsidentiell” ausgestaltet ist, hängt sehr stark von der politischen Realität und der Verfassung in einem Staat ab.

2. März 2015

S(6)msung

Das Technikjahr 2015 beginnt heute. Nach einer schwachen CES nimmt das Karussell nun endlich Fahrt an. Samsung präsentierte gestern ihre neuen Modelle der Galaxy S – Serie (S6, S6 Edge) und wirft vermutlich damit die  Gelddruckmaschine wieder an. Nachdem das S5 zwar in puncto Verkauf nicht ganz an die Vorgängerversion, einem der größten Meilensteine der Smartphone Entwicklung (S4), anschließen konnte wird es meiner Meinung nach dieses Jahr sehr stabile Verkaufszahlen geben. Vielleicht keine Rekorde, doch womöglich ist genau das der richtige Antrieb für das südkoreanische Unternehmen. Samsung wird an Apple gemessen, genauer gesagt am iPhone(6), jedoch ist dies in meiner Sicht zu kurz gegriffen. Apple ist de facto zurzeit “the iPhone Company“. Das Smartphone als größtes Standbein. Samsung hat sich in den letzten Jahren einem größeren Feld an Produkten gewidmet und erntet hierbei schön langsam die ersten Früchte (Stichwort: TV-Industrie). Natürlich hinkt die Argumentation hier ein wenig, denn warum sollten die ca. 2 Millionen verkauften Fernseher ein Gegenpunkt zu ca. 75 Millionen iPhones in einem Geschäftsquartal sein? Die Antwort liegt weiter oben schon parat. Diversität. Samsung probiert sich in vielen Feldern und scheitert in vermutlich genauso vielen wieder. Jedoch bleibt hin und wieder ein Produkt hängen (Galaxy S4, SmartTVs, erste Andorid Tablets, etc.) die den Konzern zu einem der Großen in der Branche macht. Die neuen Smartphones müssen kein so ein Schlüsselmoment werden, sie zeigen jedoch dass Samsung weiterhin das macht, was sie sehr gut bzw. am Besten können, nämlich versuchen. Dies ist so positiv gemeint, wie man es nur verstehen kann. Der Versuch ist heuer ein sehr eleganter und teilweise auch neuer Weg für Samsung. Metal und Glas regieren als eingesetzte Materialien. SD Karten wurden weggelassen und durch neue Fixspeicher ersetzt. Ebenfalls fix verbaut ist nun der Akku und der Fingerabdruckssensor wurde ein wenig aufgebohrt. Alles Dinge die nicht die Welt verändern.

 

Was Samsung jedoch meiner Meinung nach sehr gut hinbekommen hat, ist der neue Fokus auf “Design”. Eine Designsprache wie sie Samsung schon früher gezeigt hat, jedoch mit Elementen und Werkstoffen die einem Smartphone im Jahr 2015 gerecht werden. Die Edge Variante (“bedienbare Gerätekanten”) ist wie bereits oben erwähnt einer dieser netten Versuche. Vielleicht ist es ja demnächst aus keinem Gerät dieser Klasse mehr wegzudenken.

Kurzer Kommentar zum Thema Copycat: Die S6 Serie bietet sicherlich wieder genug Raum für Diskussionen, ob und wie Samsung in seinen Entwürfen Apple nachgeeifert hat. Eines bleibt festzuhalten: Womöglich ist genau das der Grund warum beide Konzerne voneinander so viel lernen können. Hier schließt sich der Kreis.

politikverstehen - teaser
16. Februar 2015

#Politikverstehen

Wie ich vor zirka 4 Jahren diesen Blog begonnen habe, begann ich diese Reise mit einem Beitrag, der für mich die Grundlage dieser Publikation werden sollte. “Technikkultur” war und ist der Untertitel von Verkabelt und so nahm ich George Orwells1984” als Aufhänger um mit Bezug auf Wikileaks die beiden Welten, Technik und Kultur, miteinander zu verbinden. Im Laufe der Zeit verlor jedoch leider gerade der kulturelle Teil an Bedeutung. Im Geiste dieses ersten Beitrages möchte ich euch nun auf eine neue Reise mitnehmen. #Politikverstehen soll eine Beitragsserie werden wo ich euch erzähle wie das mit der Politik so funktioniert. Ohne Hoheitsanspruch.

 

Mit #Politikverstehen will ich versuchen ein wenig Licht in die obskure Welt der Politik zu bringen. Institutionen, Wahlsysteme, demokratische Prozesse aber auch einzelne Akteure und gesellschaftliche Phänomene können oftmals nicht in seiner Gänze verstanden werden. Wie funktioniert eigentlich das österreichische Wahlsystem? Was macht der Bundesrat? Wofür gibt es den Bundespräsidenten? Solche Fragen und vor allem die Antworten darauf sollen der Leitfaden für dieses Abenteuer werden.

Politik ist Handeln, welches gesellschaftliche Konflikte über Werte und materielle Güter sowie über deren Verteilung verbindlich zu regeln versucht. David Easton 

Wir alle haben ein anderes Bild und eine andere Definition von Politik, Demokratie, Staat oder Gesellschaft. Das hat vor allem damit zu tun, dass man diese Begriffe nicht endgültig erklären und beschreiben kann, da soziales Leben immer im Wandel ist und keine fixen Muster oder Raster darauf appliziert werden können. Berthold Brecht beschrieb dies, wie ich finde, sehr gut mit den Worten: “Begriffe sind immer Griffe”. Was wir jedoch machen können und wobei ich euch ein wenig an der Hand nehmen möchte, ist die Betrachtung von Strukturen, Prozessen, Institutionen und Akteuren. Denn Politik ist heute weit mehr als es beispielsweise Thomas Hobbes hätte vorher sagen können als er meinte: “Politik ist die Sicherung und Ordnung des Zusammenlebens von Menschen”.

Ich möchte euch mit diesem Ausflug in die Welt der Politik vor allem Werkzeuge, Ideen und Begriffe an die Hand geben um möglicherweise bei der nächsten Stammtischdiskussion über den Tellerrand hinaus argumentieren zu können. Politik formt unser Zusammenleben und unseren Alltag mit #Politikverstehen wollen wir bei Verkabelt vor allem hinter die Fassaden, Menschen, Geschichten und Abläufe blicken die der Grundstein dafür sind.

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